Die Geschichte des Konstanzer Butzenlaufs

Während des Narrensprungs fing es an, stark zu regnen, so daß sich der Zug nach Ankunft auf der Markstätte auflöste. Der erste Narrensprung war mehr oder weniger ins Wasser gefallen. Das Interesse der Akteure für eine Weiterführung war auf dem Tiefpunkt angelangt. Deshalb fiel der Narrensprung 1982 auch aus.
Im Herbst 1982 gingen Markus Stengele und Fritz Kratzer erneut und mit neuen Vorstellungen an den Narrensprung, um ihn unter dem Namen "Butzenlauf" weiter durchzuführen. Der Name "Butzenlauf" wurde dem Namen "Narrensprung" deshalb vorgezogen, weil es sich um einen typisch lokalgeprägten Namen handelt. Der Termin am Fasnachtsdienstag erwies sich auch für die teilnehmenden Zünfte als unmöglich, da viele Akteure bereits schon über Jahre ihre eigenen Veranstaltungen hatten und deshalb nicht mitwirken konnten. So einigte man sich auf den Mittwochabend vor dem "Schmutzige Dunschdig". Nach viel Arbeit und Mühen, nach Erfolg und Mißerfolg waren dann am Mittwochabend vor dem Schmutzige Dunschdig im Jahre 1983 acht maskentragende Zünfte/Vereine sowie die Stadt- und Jugendkapelle Konstanz und der Blätzlebuebe-Fanfarenzug bereit, die Veranstaltung mitzutragen und durchzuführen. Als Belohnng erhielt jeder aktive Teilnehmer erstmals einen rotgelben Butzenlaufbändel ausgehändigt. Das Finale fand vor dem Münsterportal statt, wo die vielen Butzen um das Hexenfeuer sprangen und dabei ihre Fackeln in das Hexenfeuer warfen.
Seit dieser Zeit wird nun versucht, die Veranstaltung organistorisch und auch optisch zu verbessern und auszubauen.
Zahlreiche Künstler, wie zum Beispiel Prof. Hans Sauerbruch und Walter Kaiser (Graphiker), Presse, Rundfunk und das Fernsehen haben im Lauf der Jahre ihre Eindrücke vom Butzenlauf wiedergegeben und fest- gehalten und ihn somit auch überregional einem größeren Kreis bekanntgemacht.

Bedingt durch die Erneuerung der Münsterturmfassade mußte das Finale des Butzenlaufs im Jahre 1989 an den Obermarkt verlegt werden.
Im Herbst 1991 gab Günther Prutscher sein Amt als Präsident ab, was Neuwahlen zur Folge hatte. Aus diesen ging Andreas Greis als Präsident, Gustav Blank als Schriftführer und Reimar Minde als Kassier hervor.
Viele freiwillige Helfer, Gönner und Freunde des Butzenlaufs sind heute noch vonnöten, um solch eine fasnächtliche Großveranstaltung druchführen zu können. Eine Entlohnung der Teilnehmer und Organisatoren gibt es nicht, und die Finanzierung wird ausschließlich von freiwilligen Spendern sowie von den aktiven Teilnehmern selbst bestritten, da kein Eintritt erhoben wird.
© Markus Stengele
